
Eine-Welt-Ausschuss der Seelsorgeeinheit »Unterm Staufen«
Kirche weiß sich immer eingebunden und verknüpft mit Menschen weltweit. Mit der Eine-Welt-Arbeit wird weltweites Engagement lebendig.
"Die Armen habt ihr immer bei euch
und ihr könnt ihnen Gutes tun,
sooft ihr wollt." (Mk 14,7)
„So oft wir wollen…“ Es klingt beinah so, als ob weder Dringlichkeit, noch Notwendigkeit bestünde, gegen die himmelschreiende Armut in unserer Welt etwas zu unternehmen. Die Szene ist nicht einfach zu verstehen: Da liegt Jesus kurz vor seinem Tod im Haus Simons des Aussätzigen zu Tisch. Die Mächtigen hatten gerade beschlossen, Jesus durch eine List in ihre Gewalt bringen zu lassen, um ihn zu töten. Da tritt eine Frau hinzu, zerbricht ein Gefäß mit kostbarem Nardenöl und gießt es über das Haar Jesu. Die Anzahl der Regeln, die hier gebrochen werden, könnte nicht größer sein. Ob das Unverständnis bei jenen größer war, die schon immer wussten, dass Jesus nichts weiter als ein Volksverhetzer war, oder bei jenen, die ihn bis dahin bewundert hatten, vermag niemand zu wissen. Das Öl hätte doch für viel Geld verkauft werden können, und das Geld wiederum hätten die Not manch eines Armen lindern können. Doch Jesus schützt die Frau: Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat im Voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt. Die Armen habt ihr immer bei euch.
So wenig Jesus seinem eigenen Geschick ausweicht, so wenig verschont er uns vor der Realität: Die Armen werden uns bleiben – eine Provokation, der wir nicht entrinnen können!
In jedem Armen begegnet uns Jesus Christus bis heute: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan (Mt 25,45).
Der Eine-Welt-Ausschuss hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer wieder daran zu erinnern, dass es eine unserer dringendsten Aufgaben ist, uns um die Armen und Wehrlosen zu kümmern. Diese Aufgabe ist groß und vielschichtig, doch manchmal können kleine Schritte wesentliche Veränderungen herbeiführen.
In jedem Armen begegnet uns Jesus Christus: Was ihr für einen dieser geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan (Mt 25,45).
Der Eine-Welt-Ausschuss hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer wieder daran zu erinnern, dass es eine unserer dringendsten Aufgaben ist, uns um die Armen, Wehrlosen und Ausgegrenzten zu kümmern. Diese Aufgabe ist groß und vielschichtig, doch manchmal können kleine Schritte wesentliche Veränderungen herbeiführen:
Projektarbeit
In Zusammenarbeit mit der missio-Diözesanstelle unterstützen wir Projekte in Afrika und Südamerika, wobei es primär immer um Hilfe zur Selbsthilfe geht.
| Land | Ort | Einrichtung | Unterstützung seit |
|---|---|---|---|
| Nigeria | Umunobe Ogbunka | Aufbau von Kindergarten und Schule St. Antonius | 2006 |
| Brasilien | Arari und Alte Alegro | Missionsstationen (über die Franziskanerinnen von Reute) | 1995 |
| Südafrika | Kensington / Johannesburg | Aufbau der Gemeinde in Mamlodi | 2006 |
Weltkirchlicher Friedensdienst
Immer wieder zieht es Jugendliche unserer Gemeinde in arme Länder. Sie arbeiten dort unter dem Motto „Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten“ in sozialen Einrichtungen. In einer Welt, die immer globaler wird, ist es wichtig, jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, andere Menschen mit ihren Kulturen und Religionen zu erleben. So können im Rahmen der Freiwilligendienste unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart junge Menschen für ein Jahr auf einem anderen Kontinent leben. Wichtig ist dabei, dass Jugendliche auch zu uns kommen können, um sich gegenseitig kennenzulernen.
Gottesdienste
Eine Kirchengemeinde darf nicht nur um sich selbst kreisen: Gottesdienste am Weltmissionssonntag, am Misereorsonntag, am außergewöhnlichen Afrikasonntag oder zu weiteren Anlässen erinnern, dass wir Weltkirche sind. Unsere Brüder und Schwestern in anderen Ländern brauchen unsere Solidarität.
Verkauf von Eine-Welt-Waren / Aktion Hoffnung
Wer Eine-Welt-Waren kauft oder seine Altkleider der Aktion Hoffnung zukommen lässt, leistet jedes Mal einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und Linderung von Not.
Informiert sein und Strukturen ändern
Dass es Armut und Ungerechtigkeit auf unserer Erde gibt, weiß jedes Kind. Was aber sind die Ursachen? Wie kann strukturell und grundsätzlich etwas verändert werden? Der Eine-Welt-Ausschuss versucht immer wieder aufzuzeigen, wie kleine Schritte große Veränderungen herbeiführen können. Es macht Sinn, fair gehandelte Produkte einzukaufen, Kleinstkredite zu vergeben oder in Sachen Asylpolitik informiert zu sein.
Die großen Hilfsorganisationen
Adveniat, Caritas international, Misereor, missio, Kindermissionswerk Die Sternsinger und Renovabis sind die großen Hilfswerke der Katholischen Kirche in Deutschland. Ihre Ländereferenten stellen uns ihr Fachwissen zur Verfügung und überprüfen, ob die Projekte sinnvoll sind und effektiv vorangetrieben werden. Wir wiederum unterstützen die Kampagnen dieser Hilfsorganisationen.
Viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte gehen,
können das Gesicht der Welt verändern.
(Afrikanisches Sprichwort)

